Buchvorstellung und Gespräch

Mittwoch, 6. Oktober 2021, 20.00 Uhr, Kulturschlosserei, Bischofsweg 31

  • Lutz Rathenow: Ein Schlitten mit zu viel Schnee

UNSCHAUBAR Am Anfang war das Bild/ an der Höhlenwand. Wieso/ riecht Tinte blau, herbblau./ Hinwegschreiben,/ der fliegende Teppich/ aus Sätzen, die klingen/ und springen: Schweben/ und leben, weiter die Höhle/ mit Wänden aus Glas.
Lutz Rathenow: Ein Schlitten mit viel zu viel Schnee, Gedichte mit 5 Zeichnungen von Daniel Ableev

Im Gespräch mit Klaus Michael von der Sächsischen Akademie der Künste, der dieses Jahr ein Poesiealbum mit Gedichten Lutz Rathenows herausbringt, wird der Lebens- und Schaffensweg von Lutz Rathenow Thema sein. Seine Erfahrungen in Dresden, wo er von 2011 bis 2021 das Amt des Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen innehatte, werden genauso zur Sprache kommen wie sein Leben als Autor einiger vielbeachteter Prosa- und Gedichtbände.

Die Lesung wird gefördert von der Sächsischen Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Ort der Veranstaltung: KULTURSCHLOSSEREI Bischofsweg 31 (wenige Schritte von der Buchhandlung entfernt)

Lesung

Mittwoch, 8. September 2021, 20.00 Uhr

  • Joachim Sartorius „Wohin mit den Augen“
  • Lesung Lyrik

Joachim Sartorius liest aus seinem neuen Gedichtband und spricht mit Volker Sielaff über mittelmeerische Städte, weiße Katzen und den Süden im Gedicht.
Als Orhan Pamuk 2005 – ein Jahr vor dem Literaturnobelpreis – in der Frankfurter Paulskirche den Friedenspreis des Deutschen Buchhandles entgegen nahm, hielt er die Laudatio: Joachim Sartorius. Fast die Hälfte seines Lebens hat der Dichter, Herausgeber, Übersetzer und Kulturmanager Sartorius im Ausland verbracht: in Nordafrika, Istanbul, Zypern.
In Tunis ist er aufgewachsen und zur Schule gegangen, in Berlin war er von 2001-2011 Intendant des größten Kulturfestivals des Landes, der Berliner Festspiele. Dazwischen liegt mehr als ein Leben.
In seinem neuen Buch Wohin mit den Augen, einer Art lyrischen Lebensreise, erweckt Joachim Sartorius unermüdlich die Schönheit der Welt im Wort zu neuem Leben. Diese Gedichte handeln von Ruinenstädten, dem Bauchtanz, der Nymphe Aretusa, Eidechsen und Friseuren. Sie sind mittelmeerische Meditationen, getragen von einer großen Sinnlichkeit des Blicks. Sartorius ist – der vieldeutige Titel seines aktuellen Buches verrät es – ein Augenmensch: „Damals hatte ich Zeit, die Dinge herbeizusehnen.“

... zum Buch

Joachim Sartorius: Wohin mit den Augen

Kiepenheuer & Witsch 2021
ISBN 978-3-462-05300-5 | € 20.00

Lesung

Mittwoch, 18. August 2021, 19.00 Uhr, LeseGarten

  • LeseFest zum Buchhandlungspreis 2020

Seit 23 Jahren ist das LeseZeichen ein fester Bestandteil des literarischen Lebens in Dresden. Im Jahr 2020 erhielt die Buchhandlung den Buchhandlungspreis als eine der acht besten in Deutschland. Daher wollen wir mit einem LeseFest im Garten der Buchhandlung diese Auszeichnung feiern.

Es lesen: Undine Materni, Volker Sielaff, Dieter Krause, Kerstin Becker, Klaus Funke, Thilo Krause und die diesjährige Stadtschreiberin Kathrin Schmidt.

Für die musikalische Rahmung der Lesung sorgt Frank Fröhlich.

Alle sind eingeladen, an einem lauen Sommerabend unter dem Holunder und dem großen Nußbaum Texte zu hören, der Musik zu lauschen und mit einem Glas Wein zu gemeinsamen Gesprächen zu verweilen.

Ausstellung

15. Juli 2021 - 15. Oktober 2021

  • the presence of the absence
  • Johannes Nollau / Fotografien

Porträts und Stadtlandschaft.
Fotografien sind Spiegel der Abwesenheit. Die eingefrorenenen Momente, eine Abfolge von Gegenwarten, die die bloße Erinnerung nicht mehr greifen kann. Das Bild bleibt in seiner kühlen Präzasion, mehr als das Zeichen, nimmt es den Rand in die Mitte.

Buchpremiere

Donnerstag, 15. Oktober 2020, 20.00 Uhr

  • Patrick Wilden: "Alte Karten von Flandern"
  • Gedichte

Moderation und Gespräch: Jayne-Ann Igel

Im Dunkeln leuchtende Wörter, die Verheißungen alter Bücher und Landkarten, die letzten Geheimnisse einer von Google Maps kartierten Welt – all das findet in Patrick Wildens Debüt ganz selbstverständlich zusammen. Er nimmt uns mit auf Reisen entlang unsichtbarer Grenzen, spürt Verwandtschaften und vergessenen Bezeichnungen nach. Doch es ist Vorsicht geboten: Die Zuverlässigkeit der „Alten Karten von Flandern“ ist äußerst fragwürdig. Sie spielen mit unserer räumlichen Vorstellung, verbinden die entlegensten Gegenden miteinander oder verschweigen deren Existenz. Diese Gedichte durchstoßen die Oberfläche unserer Gegenwart.

Patrick Wilden, geboren 1973 in Paderborn, aufgewachsen in der Region Kassel. Nach einem Studium in Tübingen und einem Verlagsvolontariat in Stuttgart arbeitete er viele Jahre in einem Antiquariat in Dresden und ist dort heute für eine Bibliothek und ein Archiv sowie als Redakteur der Literaturzeitschrift Ostragehege tätig. Er erhielt im Jahr 2000 den Würth-Literatur-Preis und 2019 das Raniser Debüt Stipendium. Der Gedichtband "Alte Karten von Flandern" erschien im Jahr 2019.

Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen begrenzt.
Bitte um Anmeldung unter 0351-803 39 14

Eintritt frei

Lesung und Ausstellungseröffnung

Donnerstag, 27. August 2020, 19.00 Uhr

  • Volker Sielaff: Barfuß vor Penelope
  • Lesung zur Ausstellung Hubertus Giebe: Frühe Skizzenbuchblätter

Moderation: Axel Helbig

Er hält sich abseits literarischer Moden und überrascht doch mit jedem Buch neu. "Wer nach so langer Zeit aus den Weiten der freien lyrischen Rede umkehrt zum End- und Binnenreim, hat Freiheiten genutzt, die unweigerlich zur Reife führen", schreibt Michael Braun über Volker Sielaff. Im Zentrum seines neuen Bandes steht der Zyklus "Mystische Aubergine" - ein Dokument unbändiger Lust an der poetischen Weltentdeckung; ein Vexierbild, wild und verrätselt; grundiert von einem modernen Odysseus-Mythos. Die Gedichte in "Barfuß vor Penelope" erinnern in ihrer Offenheit zuweilen an Else Lasker-Schüler oder Theodor Kramer und spannen nicht nur formell, sondern auch thematisch einen weiten Bogen: vom Rausch der bedingungslosen Liebe bis zu den Schrecken eines blutigen 20. Jahrhunderts. (Verlagsinformation)

Volker Sielaff lebt als Schriftsteller und Publizist in Dresden. Er erhielt 2007 den Lessing-Förderpreis und 2015 die Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung für das literarische Werk. Bisher erschienen die Gedichtbände »Postkarte für Nofretete« (2003), »Selbstporträt mit Zwerg« (2011) und »Glossar des Prinzen« (2015).

Die Ausstellung zeigt Skizzenbuchblätter Hubertus Giebes aus den 70er und 80er Jahren. Zu sehen sind beiläufig entstandene Blätter von Szenen aus der Dresdner Neustadt, Aktstudien und Reise- und Landschaftsskizzen. Hubertus Giebe ist freischaffend in Dresden tätig.

Die Lesung wird gefördert vom Lesefonds des FÖRDERVEREIN BUCH.

... zum Buch

Voker Sielaff: Barfuß vor Penelopé

Edition Azur 2020
ISBN 978-3-942375-45-0 | € 19.00

Ausstellung

27. August 2020 - 15. Juni 2021

  • Hubertus Giebe: Frühe Skizzenbuchblätter

Gesichter, Gestalten, Landschaften, Stadtansichten – zeitlose, beiläufig entstandene Momentaufnahmen in Kohleschraffur, kräftiger Farbgebung oder nahezu changierendem Aquarell zeigt die inzwischen vierte Ausstellung von Werken Hubertus Giebes in der Buchhandlung LeseZeichen. Zeitlos kommen die Skizzenbuchblätter zumeist daher, nur manches Detail der Kleidung weist darauf hin, dass die Blätter in den 1970er und 80er Jahren entstanden sind. Unverkennbar Giebe sind die Porträts, manch anderes Blatt scheint auf den ersten Blick eher ungewohnt und ist doch in der stilsicheren Umsetzung unverkennbar Giebe.
Die 34 kleinformatigen Blätter vermitteln den Eindruck eines Atelierbesuchs beim Künstler und vermischen dabei gestern Gesehenes mit heute Erlebtem.
(Bettina Schrock)

Hubertus Giebe studierte ab 1974 zunächst an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, legte sein Diplom jedoch 1978 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig ab. Anschließend war er Meisterschüler von Bernhard Heisig. Von 1979 bis 1991 lehrte er an der Dresdner Kunsthochschule, zuletzt als Dozent für Malerei und Grafik. 2004 Vertretungsprofessur für Malerei an der Universität Dortmund. 1990 Teilnahme an der 44. Biennale Venedig. Heute ist Hubertus Giebe freischaffend tätig. 2008 erhielt er den renommierten Wilhelm-Morgner-Preis für Malerei.

Zur Ausstellungseröffnung am 27. August 2020 liest Volker Sielaff Gedichte zur Malerei, die Veranstaltung wird von Axel Helbig moderiert.