Abgesagt!

Donnerstag, 18. November 2021, 20.00 Uhr

  • Häuser der schlafenden Gedichte
  • Andreas Altmann liest aus seinem Werk

  • Die Lesung wird im Frühjahr 2022 nachgeholt

Moderation und Gespräch: Axel Helbig

"Andreas Altmann", schreibt der Lyriker Joachim Sartorius, "hält die teilnahmslose Natur, die Dunkelheit, die Abschiede fest, und will doch die Aufhebung des Trennenden, die Mischung – und findet dafür magische Bilder".
Und Franz Hodjak schreibt über Altmanns Dichtung: "Bewusstseinssprünge, Risse, Brüche prägen die Gedichtstruktur, führen zu Überraschungsmomenten, der poetische Ablauf wird durch eigenwillige Wendungen und Fügungen immer wieder abgebrochen und erneuert, es ist ein Auf und Ab, ein Schwebezustand, welche die unverkennbare, faszinierende Handschrift dieses Dichters ausmachen. Ein Markenzeichen ist auch der leise, unaufdringliche, zurückhaltende Ton …"

Andreas Altmann wurde 1963 in Hainichen (Sachsen) geboren. Er hat als Schriftsetzer, Orchesterwart, Straßenreiniger und Betreuer mit geistig Behinderten gearbeitet. 1993-1996 studierte er Sozialpädagogik.
Bisher sind zwölf Gedichtbände von ihm erschienen, zuletzt 2018 "Weg zwischen wechselnden Feldern" (Poetenladen) und 2020 "Häuser der schlafenden Gedichte" (Edition Eupalinos, 180 nummerierte Exemplare).


Die Lesung wird gefördert vom PEN-Zentrum Deutschland in der Lesereihe "Lesungen in allen Himmelsrichtungen"
Eintritt frei

Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen begrenzt.
Bitte um Anmeldung unter 0351-803 39 14 oder info@buchlesen.de

... zum Buch

Andreas Altmann: Weg zwischen wechselnden Feldern

Poetenladen 2018
ISBN 978-3-940691-92-7 | € 18.80

Buchpremiere und Ausstellungseröffnung

Mittwoch, 27. Oktober 2021, 20.00 Uhr

  • Ulrike Gramann: "Meetchens Hochzeit"

Voller Abenteuer, Turbulenz und Tücke ist Meetchens Welt, seit sie das Gesicht ihres Liebsten in der Quelle sah. Die Liebenden geraten in einen Wirbel, die Dorfleute wirbeln mit, zuletzt greifen auch nicht-menschliche Kräfte ins Geschehen ein. Ein Mädchen wie Meetchen, wer steht ihr bei?

Gudrun Trendafilovs farbige Zeichnungen begleiten Meetchens Geschichte in verwandter Stimmung, jedoch auf eigene Art.

Ulrike Gramann, geboren 1961, aufgewachsen in Thüringen, freie Journalistin und Schriftstellerin in Berlin. Als Erzählerin recherchiert und schreibt sie mit Sinn für geschichtliche und lebensgeschichtliche Gründe und Hintergründe. Reportage, Bericht, Meinung mit feministischem Blick. Gemeinschaftsprojekte mit Künstlerinnen. Bei Marta Press sind bislang erschienen: "Die Sumpfschwimmerin" (2017) und "Du bist kein Kind mehr. Erzählungen aus dem erwachsenen Leben" (2014). Beim Verlag SchumacherGebler erscheint 2021 "Meetchens Hochzeit".

Ausstellung vom 4. Oktober 2021 bis 15. Februar 2022

Ausstellung

4. Oktober 2021 - 15. Februar 2022

  • Gudrun Trendafilov
  • Arbeiten zu „Meetchens Hochzeit“ von Ulrike Gramann und weitere Grafik

Gudrun Trendafilov, aufgewachsen in Aue. Von 1976 bis 1981 studierte sie Malerei und Grafik an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Ihr Diplom erwarb sie bei Gerhard Kettner. Sie ist seit 1981 freischaffend in Dresden tätig, ab 1990 lebte und arbeitete sie auch mehrere Jahre in Nürnberg. 1982/1983 war sie als jüngste Künstlerin auf der IX. Kunstausstellung der DDR vertreten. 1989 gehörte sie zu den Mitbegründerinnen der Dresdner Sezession 89. Zu ihrem künstlerischen Repertoire gehören insbesondere die Tafelmalerei, Druckgrafik, farbige Zeichnungn, Künstlerbücher und Buchillustrationen, Keramik und baubezogene Kunst. Gudrun Trendafilov hatte eine große Zahl von Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen. Werke von Gudrun Trendafilov befinden sich u. a. im Kupferstichkabinett Dresden, im Museum der bildenden Künste Leipzig, im Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst Cottbus und Frankfurt/Oder, in den Kunstsammlungen Chemnitz, im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg, in der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen, im Kunstmuseum Erlangen und im Museu Calouste Gulbenkian, Lissabon.

Buchvorstellung am 27. Oktober 2021, 20 Uhr

Buchvorstellung und Gespräch

Mittwoch, 6. Oktober 2021, 20.00 Uhr, Kulturschlosserei, Bischofsweg 31

  • Lutz Rathenow: Ein Schlitten mit zu viel Schnee

UNSCHAUBAR Am Anfang war das Bild/ an der Höhlenwand. Wieso/ riecht Tinte blau, herbblau./ Hinwegschreiben,/ der fliegende Teppich/ aus Sätzen, die klingen/ und springen: Schweben/ und leben, weiter die Höhle/ mit Wänden aus Glas.
Lutz Rathenow: Ein Schlitten mit viel zu viel Schnee, Gedichte mit 5 Zeichnungen von Daniel Ableev

Im Gespräch mit Klaus Michael von der Sächsischen Akademie der Künste, der dieses Jahr ein Poesiealbum mit Gedichten Lutz Rathenows herausbringt, wird der Lebens- und Schaffensweg von Lutz Rathenow Thema sein. Seine Erfahrungen in Dresden, wo er von 2011 bis 2021 das Amt des Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen innehatte, werden genauso zur Sprache kommen wie sein Leben als Autor einiger vielbeachteter Prosa- und Gedichtbände.

Die Lesung wird gefördert von der Sächsischen Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Ort der Veranstaltung: KULTURSCHLOSSEREI Bischofsweg 31 (wenige Schritte von der Buchhandlung entfernt)

Lesung

Mittwoch, 8. September 2021, 20.00 Uhr

  • Joachim Sartorius „Wohin mit den Augen“
  • Lesung Lyrik

Joachim Sartorius liest aus seinem neuen Gedichtband und spricht mit Volker Sielaff über mittelmeerische Städte, weiße Katzen und den Süden im Gedicht.
Als Orhan Pamuk 2005 – ein Jahr vor dem Literaturnobelpreis – in der Frankfurter Paulskirche den Friedenspreis des Deutschen Buchhandles entgegen nahm, hielt er die Laudatio: Joachim Sartorius. Fast die Hälfte seines Lebens hat der Dichter, Herausgeber, Übersetzer und Kulturmanager Sartorius im Ausland verbracht: in Nordafrika, Istanbul, Zypern.
In Tunis ist er aufgewachsen und zur Schule gegangen, in Berlin war er von 2001-2011 Intendant des größten Kulturfestivals des Landes, der Berliner Festspiele. Dazwischen liegt mehr als ein Leben.
In seinem neuen Buch Wohin mit den Augen, einer Art lyrischen Lebensreise, erweckt Joachim Sartorius unermüdlich die Schönheit der Welt im Wort zu neuem Leben. Diese Gedichte handeln von Ruinenstädten, dem Bauchtanz, der Nymphe Aretusa, Eidechsen und Friseuren. Sie sind mittelmeerische Meditationen, getragen von einer großen Sinnlichkeit des Blicks. Sartorius ist – der vieldeutige Titel seines aktuellen Buches verrät es – ein Augenmensch: „Damals hatte ich Zeit, die Dinge herbeizusehnen.“

... zum Buch

Joachim Sartorius: Wohin mit den Augen

Kiepenheuer & Witsch 2021
ISBN 978-3-462-05300-5 | € 20.00

Lesung

Mittwoch, 18. August 2021, 19.00 Uhr, LeseGarten

  • LeseFest zum Buchhandlungspreis 2020

Seit 23 Jahren ist das LeseZeichen ein fester Bestandteil des literarischen Lebens in Dresden. Im Jahr 2020 erhielt die Buchhandlung den Buchhandlungspreis als eine der acht besten in Deutschland. Daher wollen wir mit einem LeseFest im Garten der Buchhandlung diese Auszeichnung feiern.

Es lesen: Undine Materni, Volker Sielaff, Dieter Krause, Kerstin Becker, Klaus Funke, Thilo Krause und die diesjährige Stadtschreiberin Kathrin Schmidt.

Für die musikalische Rahmung der Lesung sorgt Frank Fröhlich.

Alle sind eingeladen, an einem lauen Sommerabend unter dem Holunder und dem großen Nußbaum Texte zu hören, der Musik zu lauschen und mit einem Glas Wein zu gemeinsamen Gesprächen zu verweilen.

Ausstellung

15. Juli 2021 - 15. Oktober 2021

  • the presence of the absence
  • Johannes Nollau / Fotografien

Porträts und Stadtlandschaft.
Fotografien sind Spiegel der Abwesenheit. Die eingefrorenenen Momente, eine Abfolge von Gegenwarten, die die bloße Erinnerung nicht mehr greifen kann. Das Bild bleibt in seiner kühlen Präzasion, mehr als das Zeichen, nimmt es den Rand in die Mitte.