Lesungen im Landhaus

Dienstag, 17. Januar 2017, 20.00 Uhr, Stadtmuseum Dresden, Wilsdruffer Str. 2

  • LITERARISCHE ALPHABETE
  • Anja Golob (Slowenien) liest aus ihrem Gedichtband "ab und zu neigungen"

Der Übersetzer Peter Urban-Halle nannte sie in der "Neuen Zürcher Zeitung" schlicht "eine Entdeckung": die 1976 geborene slowenische Autorin, Publizistin und Dramaturgin Anja Golob. Für die slowenische Tageszeitung "Vecer" schrieb sie Kolumnen und Theaterkritiken. 2010 erschien ihr erster Gedichtband "V roki" (In der Hand), 2013 ihr zweiter, "Vesa v zgibi" und vor einem Jahr ihre erste Publikation auf Deutsch, unter dem vieldeutigen Titel "ab und zu neigungen" im Hochroth Verlag Berlin. 2013 erhielt sie den wichtigsten Lyrikpreis ihres Landes, den Jenko-Preis, den sie annahm, nicht jedoch das Preisgeld, das aus einer privaten Hand stammte, "die ihr nicht sauber vorkam" (Urban-Halle). Ihre Gedichte "sind sehr persönlich und nehmen sogleich wieder Abstand davon, um sich ins Allgemeine zu weiten; sie sind stocknüchtern und dann wiederum sehr zart; sind mal klug und verspielt, mal nachdenklich und mit einem Schuß absurden Humors versehen", schreibt Jürgen Brocan über Golobs Lyrik. Anja Golob in einem ihrer Gedichte: «Wir tragen Licht, wir geben Körper, damit, was wir lieben, Zeit und Form gewinnt.»
(Veranstalterinformation)

Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank, der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz.
Lesung auf Slowenisch und Deutsch, Gespräch auf Deutsch.
Eintritt: 7 Euro / 3 Euro. Frei für Jahreskarteninhaber der Museen der Stadt Dresden,

Mittwoch, 14. Dezember 2016, 17.00 Uhr

  • Improvisationen am Klavier zum Advent
  • Es spielt Milos Tschubenko

Lassen Sie sich in der Adventszeit jeweils Mittwochs 17 Uhr + Samstags 16 Uhr von weihnachtlichen Klängen inspirieren!

Auswärts: Lesung

Mittwoch, 30. November 2016, 19.30 Uhr, Stadtmuseum Dresden

  • poet in residence 2015
  • Andreas Reimann liest aus "grüner winter. Gedichte"

2015 war Andreas Reimann »poet in residence« in Dresden. Die in dieser Zeit entstandenen Gedichte sind in dem Bändchen »grüner winter« versammelt. Aus Anlass seines 70. Geburtstages, den der Dichter am 11. November begeht, präsentiert er diese und andere seiner Gedichte.Vorgestellt werden in diesem Zusammenhang auch die ersten Bände der Andreas Reimann Werkausgabe.

Eintritt: 4 Euro / ermäßigt 2 Euro
­Veranstalter: Sächsischer Literaturrat e.V., Evangelische Akademie Meißen, Museen der Stadt Dresden, Literarische Arena e.V.
­Gefördert durch das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst und die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen

Lesung open.air

Donnerstag, 11. August 2016, 20.30 Uhr, Palais-Sommer am Japanischen Palais

  • palais.poesie
  • Auf der Open Air Bühne des Palais-Sommers lesen:
  • Marit Heuss, Andra Schwarz, Undine Materni und Thomas Rosenlöcher.

Ein Abend mit Dichtkunst, der inzwischen kaum mehr wegzudenken ist aus dem sommerlichen Kulturkalender der Landeshauptstadt. Ein kleines Fest der Poesie im Barockgarten des Japanischen Palais. Einer der Höhepunkte des alljährlich stattfindenden Palais-Sommers.

palais.poesie ist ein poetisches Sommervergnügen, bei dem Dichter dem wandelnden, sitzenden oder liegenden Zuhörern im Park des Japanischen Palais ihre neuesten Gedichte vortragen.

Moderation: Volker Sielaff

Ausstellung

27. Juli 2016 - 26. Januar 2017, Buchhandlung LeseZeichen

  • Hubertus Giebe: Künstlerporträts
  • "Von Grass bis Grützke"

Hubertus Giebe, immer einen Skizzenblock dabei, zeichnete über viele Jahre bei Besuchen, Lesungen und anderen Gelegenheiten Autoren, bildende Künstler und Musiker. Eine Auswahl der Handzeichnungen, Radierungen und Lithografien zeigt die Ausstellung in der Buchhandlung LeseZeichen, die am 27. Juli 2016, 19 Uhr, mit einer Lesung des Literaturforums eröffnet wurde.

... zum Buch

Hubertus Giebe: Der geschliffene Elfenbeinturm

Leipziger Literaturverlag 2010
ISBN 978-3-86660-096-6 | € 16.95

Lesenacht und Ausstellungseröffnung

Mittwoch, 27. Juli 2016, 19.00 Uhr, LeseGarten der Buchhandlung

  • Sommer-Lesenacht und Austellungseröffnung
  • Künstlerporträts von HUBERTUS GIEBE:
  • "Von Grass bis Grützke"

Lesung mit Patrick Beck, Manuela Biebrach, Marit Heuß, Undine Materni, Sivio Colditz, Patrick Wilden, Dieter Krause und Volker Sielaff

Am Schreibtisch haben sie geschrieben. In Zügen. Auf Bergen. In Kellern. Auf Wiesen. In Büros. In Cafès. Sitzend. Stehend. Gehend. Liegend. Mit Bleistiften. Kugelschreibern. Gelstiften. Füllfederhaltern. Gänsekielen. Tastaturen. Haben ihre Werke in Holz geritzt. In Ton. In Stein. Am Morgen. Am Abend. In der Nacht. Vers für Vers. Wort für Wort. Laut für Laut. Strich auf Strich. Ein Jahr verging seit der letzten Lesenacht. Jetzt stellen sie im LeseGarten unter dem Walnußbaum ihre neuen Texte und Bücher vor.

Hubertus Giebe, immer einen Skizzenblock dabei, zeichnete über viele Jahre bei Besuchen, Lesungen und anderen Gelegenheiten Autoren, bildende Künstler und Musiker. Eine Auswahl der Handzeichnungen, Radierung und Lithografien zeigt die Ausstellung in der Buchhandlung LeseZeichen, die am 27. Juli 2016, 19 Uhr, mit einer Lesung des Literaturforums eröffnet wird.

Lesung

Donnerstag, 19. Mai 2016, 20.00 Uhr, Deutsches Hygiene-Museum Dresden, Lingnerplatz 1

  • LITERARISCHE ALPHABETE
  • Hakan Sandell liest Gedichte
  • Moderation: Patrick Beck

Fast mit Bedauern konstatiert der schwedische Autor Håkan Sandell in einem seiner Gedichte, dass ein Engel sich "nie wie ein Schneefall" auf seinem Bett niederlegen, sondern in der Wohnung "nur einige Spuren, vor dem Auge flackernd" hinterlassen wird. Und dennoch vermag er ihn, damit auf der Spur der Romantiker wandelnd, sehr genau zu beschreiben.

Sandell, der seit 1998 in Oslo lebt, ist einer der großen Dichter Schwedens. Der Avantgarde eher skeptisch gegenüberstehend ("ich bin eher `Retrogarde´", sagt er von sich), knüpft er an das an, was man das "ewige" in der Dichtkunst nennen könnte. Dabei ist seine Poesie alles andere als "altmodisch". Nur kommt sie mehr aus dem Traum und dem Mythos als etwa aus der Wissenschaftsgeschichte.

Es gibt in seinen Versen Bezüge zur Musik, zu Orpheus, Odysseus und zu anderen antike Gestalten - und es gibt Überlegungen zur Transzendenz und zur Herzensbildung der Romantik. Mit "Tagebuch, Abendwolken" erweist Sandell sich als einer der Dichter, die sich sehr genau in der großen Tradition der europäischen Geistesgeschichte zu verorten wissen und diese mit Bedacht und ohne Hybris weiterentwickeln. Und: er ist ein begnadeter Vortragskünstler: Sandells Lesungen und Auftritte sind vollkommen unaffektiert, aber aufgrund ihres rhythmischen Charakters von geradezu beschwörerischer Qualität.

In Dresden wird er aus "Tagebuch, Abendwolken" vortragen. Außerdem wird er über seine geplante Anthologie schwedischer Lyrik sprechen.

... zum Buch

Hakan Sandell: Tagebuch, Abendwolken

Edtion Rugerup 2009
ISBN | € 19.00